Die Freiwillige Feuerwehr Evestorf im Laufe der Geschichte

Nachdem in vielen Gemeinden Freiwillige Feuerwehren gegründet wurden, ist auch im Jahre 1926 in Evestorf aus einer damals üblichen Pflichtfeuerwehr eine eigenständige Freiwillige Feuerwehr entstanden.

Die Gründer waren:

Friedrich Thies Heinrich Noltemeyer Hermann Eicke
Ernst Köhne Fritz Garbe August Volker
Friedrich Volker Herman Kiesling Emil Niehof
Wilhelm Ihlenburg Ernst Schomburg Albert Volker
Harry Bade Ernst Christoffers Ernst Herbst
Heinrich Kreutzkamp Heinrich Schiecke Heinrich Herbst
Fritz Kreutzkamp Heinrich Dormann Friedrich Flebbe
Friedrich Volker    

Die Schwierigkeiten, mit denen ein solches Unternehmen verbunden war, lassen sich heute kaum noch ermessen. Aus dem 1. Protokoll der Versammlung geht hervor, dass ein monatlicher Beitrag von 2,00 Reichsmark zur Bildung eines Grundstocks für die Anschaffung von Uniformen zu entrichten war.
Auf die Unterstützung der finanzschwachen Gemeinde Evestorf, die seinerzeit etwa 150 Einwohner zählte, war nicht zu rechnen. Jeder musste selbst in den Geldbeutel greifen und zwar recht tief, wenn man bedenkt, dass damals ein Wochenlohn zwischen 24 u. 30 RM, ein Tagelohn in der Landwirtschaft etwa 1,50 RM  betrug. Man kann ungefähr ermessen, was es für den Einzelnen bedeutete, davon 2,00 RM einer gemeinnützigen Sache zu Opfern. Dazu kam selbstverständlich noch der Dienst, d. h. noch im Anschluss an einen 12- oder 14-stündigen Arbeitstag oder an eine 72-Stunden-Woche
 
Über allen persönlichen Dingen aber stand diesen Männern die Verpflichtung, in ihrer Gemeinde auch bereit zu sein,  wenn es um das Leben oder das Hab und Gut ihrer Mitmenschen ging. Mit der Handdruckspritze förderten sie das Wasser aus dem naheliegenden Landwehrbach an den Brandherd.
Erster Führer der Wehr war Ernst Köhne. Er hieß damals „Feuerwehrhauptmann“ und führte die Wehr bis zum Jahre 1934. Dieses Amt wurde dann von den Feuerwehrleuten an den Kameraden Harry Bade übertragen.
Die Ausstattung der Feuerwehren in der guten alten Zeit zwang auch wieder zu großen Ausgaben. Erneut waren es freiwillige Spenden, die den größten Teil dieser Kosten deckten. Einmalig war aber wohl die Spendenaktion im Jahre 1935. Es ging um die Anschaffung einer Motorspritze (TS 6) und das dafür fehlende Geld. Bürgermeister Herbst und Brandmeister Bade legten in einer Versammlung eine Spendenliste aus und schon nach einer Stunde war der Betrag von 1.000 Reichsmark überschritten. Insgesamt kamen 1.217 RM zusammen.
Für die Anschaffung der Motorspritze, die damals 4.000 RM kostete, war der Grundstein gelegt. Die große Opferbereitschaft der Bürger der Gemeinde Evestorf, die zu jener Zeit 170 Einwohner zählte, wurde vom Kreisfeuerwehrverband als „einmalig in der Provinz Hannover“ bezeichnet.
Kurz nach ihrer Beschaffung konnte die Spritze schon bei einem Brand in Holtensen erprobt werden. Noch bei vielen Einsätzen, sei es im Wettkampf oder bei zahllosen Bränden, vor allem aber in den folgenden Kriegsjahren, hat sie den Feuerwehrleuten gute Dienste erwiesen und sie nie im Stich gelassen.
Während Brandmeister Harry Bade bei der Wehrmacht war, wurde die Wehr zunächst von seinem Stellvertreter Heinrich Noltemeyer geführt. Danach übernahm Heinrich Herbst die Führung der Wehr, bis er sie 1943 dem zurückgekehrten Harry Bade wieder übergeben konnte, der bis zum Kriegsende Brandmeister blieb.
1946 wurde Fritz Christoffers mit der Führung der Freiwilligen Feuerwehr Evestorf beauftragt. Jetzt kam ein reger Zustrom von jungen Leuten in die Reihen der Wehr und die meisten Gründer ließen sich nach jahrelangem Einsatz in die Altersabteilung einweisen. Dennoch zeigten sie auch weiterhin ihre Bereitschaft zu helfen. 
 
Auch jetzt erwies sich die kleine „TS 6“ als bester Kamerad der Feuerwehrmänner. Viele Siegerplaketten aus dem Unterkreiswettkampf und mehrere zweite Preise aus den Kreiswettkämpfen legen Zeugnis von der Zuverlässigkeit von Mannschaft und Gerät ab.
Unter Brandmeister Fritz Christoffers kam es dann 1951 zum Bau des neuen Gerätehauses mit Trockenturm -das Wahrzeichens einer jeden Feuerwehr-. Die Anschaffung von Ausrüstungen war allerdings infolge der Unterstützung durch Gemeinde, Landkreis etc. jetzt wesentlich leichter. Allein die Schlagkraft der Wehr war nach wie vor abhängig von der Bereitschaft jedes einzelnen Mitgliedes der Freiwilligen Feuerwehr !
Bis 1952 führte Fritz Christoffers die Wehr, um sie dann an Ernst Schomburg zu übergeben, der bis 1959 an der Spitze stand. Nach ihm wurde die Wehrführung an meinen Schwiegervater Albrecht Niehof  übertragen, der 1969 von Reinhard Gieseler abgelöst wurde.
Noch zur Dienstzeit des Brandmeisters Albrecht Niehof wurden von der kleinen Gemeinde Evestorf 1961 eine Tragkraftspritze „TS 8/8“ und eine Sirene, sowie im Jahr 1968 ein Tragkraftspritzenfahrzeug „TSF“ angeschafft, das im Jahr 1982 durch einen Ringtausch innerhalb der Gemeinde Wennigsen durch ein größeres und neueres Fahrzeug ersetzt wurde.
Im Rahmen der Gebietsreform kam es im Jahr 1974 zu einer Zusammenlegung der vorher selbstständigen Gemeinden und Wehren. Von da ab hieß es
Freiwillige Feuerwehr Wennigsen(Deister) Ortswehr Evestorf
Die Zusammenlegung hat der Wehr nicht geschadet. Davon zeugt auch die Gründung der Jugendfeuerwehr im Januar 1974.
Diese Entwicklung stellte sicher, dass die Mitgliederzahl der Aktiven stets den Anforderungen entsprach, damit der Feuerschutz in Evestorf gewährleistet bleibt.
Nach 21 Jahren an der Spitze der Evestorfer Wehr trat Ortsbrandmeister Reinhard Gieseler im Jahre 1990 ab. Seine Verdienste wurden mit der Verleihung des Deutschen Feuerwehrkreuzes in Silber gewürdigt. Er konnte auf eine bewegte Zeit zurückblicken, in der für die Ortswehr und die Ortschaft Evestorf viel geleistet und erreicht wurde, in der aber auch das sechzigjährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Evestorf fiel.
  
Dieses Ereignis wurde vom 15. bis 17. August 1986 mit einem zünftigen Feuerwehrfest gefeiert, an dem die befreundeten Nachbarwehren und die Bevölkerung aus und rund um Evestorf in großer Zahl teilnahmen und damit ihre Verbundenheit und Wertschätzung für die Evestorfer Wehr zum Ausdruck brachten.
Am 31. Oktober 1987 konnte die Evestorfer Ortswehr in eine moderne Feuerwehrgerätebox einziehen und erhielt im Zusammenhang mit dem Neubau des Dorfgemeinschaftshauses einen eigenen Gruppenraum, der auch für die Jugendfeuerwehr dringend benötigt wurde. Gleichzeitig erhielt die Evestorfer Ortwehr eine leistungsstärkere Tragkraftspritze.
Der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses mit den dringend erforderlichen Räumlichkeiten konnte nur verwirklicht werden, weil die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Evestorf einmal mehr tatkräftig mithalfen. Der Umfang der Eigenleistungen war außerordentlich hoch und vielfältig, so dass die Evestorfer zu Recht stolz sein können auf das Engagement ihrer Freiwilligen Feuerwehr.
Zum neuen und derzeit amtierenden Ortsbrandmeister wurde 1990 Friedrich-Wilhelm Kolberg gewählt.
Der neue OB machte frühzeitig deutlich, dass die Evestorfer Ortswehr baldmöglichst ein neues Fahrzeug benötigt, um die Sicherheit und Einsatzbereitschaft  zu gewährleisten.
1991 wurde erstmals in „Herbst seine Scheune“ gefeiert:  Das 65-Jahre-Jubiläum der Ortswehr Evestorf  wurde mit der Partnerwehr aus dem „Osten“, der Freiwilligen Feuerwehr Luckow  (Meck-Pomm, ganz nah an polnisch Gränze) zelebriert.
Diese brüderliche Vereinigung der Wehren hatte ebenfalls zur Folge, dass auch andere Vereine (z. B. Fidelia) sich ebenfalls untereinander austauschen und sich treffen.
Seither gehören gegenseitige Besuche zu örtlichen Veranstaltungen zum Programm. Es haben sich daraus auch viele persönliche Verbindungen entwickelt.
In Verbindung mit dem Feuerwehrfest wurde eine Großübung der Wennigser Wehren durchgeführt.
In sehr realistischer Weise wurde ein Großbrand in dem an der B 217 gelegenen Tankfahrzeugreparaturfirma Menzel (jetzt ZENNER) simuliert, ausgelöst durch einen schweren Verkehrsunfall mit verletzten Personen. Der gut koordinierte Einsatz sämtlicher Feuerwehrleute aus den Wennigser Wehren stand im  Mittelpunkt des gleichzeitig ausgerichteten ersten Feuerwehrtages.
 
Größere Einsätze blieben der Ortsfeuerwehr Evestorf seit 1987 erspart, dafür gab es eine Vielzahl von kleineren Hilfeleistungen und Einsätze zur Unterstützung der Nachbarwehren.
Im Jahr 1996 stand das 70-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Evestorf an; es wurde wiederum in „Herbst seine Scheune“ gefeiert und wieder mit dem Gemeindefeuerwehrtag verbunden. Dazu gehörte natürlich eine Großübung, diesmal auf dem „Liekerschen Hof“, wo der Meisterdachdecker Axel Bieber seinen Betrieb eingerichtet hat.
Es wurde die wohl größte Übung in der Geschichte der Wennigser Wehren: 144 Feuerwehrleute und 14 Rettungssanitäter waren im Einsatz, um den angenommenen Großbrand des umgebauten Scheunengebäudes zu bekämpfen, eingeschlossene  und verletzte Personen zu bergen und zum Abtransport vorzubereiten.
Auch bei dieser Übung zeigte sich, dass die Wasserversorgung bei einem derartigen Einsatz zum Problem werden kann.
Die Jubiläumsfeier verlief harmonisch und fand großen Anklang bei den zahlreichen Teilnehmern. Besinnliche Worte fand Albrecht Niehof in seiner Laudatio zum „Siebzigsten“ der Evestorfer Wehr:
„Für den Dienst an der Allgemeinheit brachte jeder Einzelne große Opfer durch Dienstbereitschaft, aber auch durch finanzielle Unterstützung. Es könnte heute kein 70. Geburtstag gefeiert werden, wenn sich in den vergangenen 7 Jahrzehnten nicht immer wieder Menschen gefunden hätten, die sich in den Dienst dieser besonderen Sache stellten. Inzwischen ist aus der Wehr von damals ein hochtechnisiertes Feuerlöschwesen mit vielfältigen Aufgaben geworden. Aber immer wieder steht der MENSCH  im Mittelpunkt, denn zu aller Technik gehört als Basis der bestausgebildete Feuerwehrmann und seine Bereitschaft, sich einzubringen in die Feuerwehr.“
1998 bekam die Ortsfeuerwehr Evestorf ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Dies wurde nur möglich, weil die sich Autoverleihfirma AURAS außerordentlich großzügig zeigte und das Fahrgestell im Wert von 83.000 DM finanzierte. Weitere 50.000 DM für den Umbau übernahm die Gemeinde Wennigsen.
 
Rechtzeitig zum 75jährigen Bestehen (2001) war auch der Anbau für Geräte und Material unter der alleinigen Mitwirkung der „Freiwilligen Feuerwehr Evestorf“ fertig geworden.
Ein besonderer Dank für dieses Projekt geht an Alex Hellman und Alex Gernard, welche die Hauptarbeit geleistet haben.
Die Evestorfer Wehr hat auf seinem Fahrzeug den Druckbelüfter für die Gemeinde Wennigsen.
Es bedurfte einiger Anstrengungen, auch noch Atemschutzgeräte zu bekommen. Die Finanznot der Gemeinde Wennigsen machte hier bislang einen Strich drunter (bzw. quer drüber). Aber Dank der Vorfinanzierung des „Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Evestorf“ (auch „Klowagen-Verein“ genannt) ist auch diese Hürde geschafft: seit Sommer 2004 haben wir (zunächst) zwei quietschneue PA-Geräte im Einsatzfahrzeug.
 
Das 80 jährige Jubilum wird vielen Feuerwehrleuten der Gemeinde Wennigsen noch lange in Erinnerung bleiben. Der Ausmarsch fiel buchstäblich ins Wasser. In eindrucksvoller Weise habewir es vollbracht, mit dem Ausmarsch bis kurz vor dem Regen zu warten, so dass der komplette Umzug nach etwa der Hälfte des Weges Opfer eines Platzregens wurde. In der Herbst-Scheune wurde es umso gemütlicher.
 
Auf Gemeindeebene erhielt die Ortsfeuerwehr Wennigsen erhielt einen eigenen Überdruckbelüfter. Unser Gerät auf dem TSF musste für Gerbäude-Einsätze nicht mehr notwendigerweise nach Wennigsen zum Einsatz gebracht werden. Dies führte zu einem Abnehmen der Alarmierungen für den Überdruckbelüfter.
Die auf Grund fehlenden Nachwuchses ruhende Jugendfeuwehr wurde 2007 wieder aktiviert. Mit zunächst 3 Kindern (ab 8 Jahre) startete die Jugendwartin Svenja Gieseler durch. Mittlerweile ist die Gruppe auch bedingt durch die eingeführte Kinderfeuerwehr auf ein stabiles Maß angewachsen.
Wir freuen uns über den Nachwuchs, der eines Tages sicherlich in die aktive Wehr nachrückt.
 
2010 erhielt unsere Feuerwehr zusätzlich 2 weitere Atemschutzgeräte. Als Ortswehr mit Grundausstattung gehören 4 entsprechende Geräte auf das Fahrzeug. Dieser Argumentation folgend hat die Gemeinde Wennigsen das Portemonai geöffnet und gekauft. Damit haben wir die Mindestausstattung und können auch auf Ortsebene schnellstmöglich Atemschutzeinsätze abarbeiten, ohne auf Nachbarortswehren warten zu müssen (unter Einhaltung der geltenden Dienstvorschriften).
 
Im Januar 2011 gab es einen Wechsel in der Ortswehrführung. Friedrich-Wilhelm Kolberg trat als Ortsbrandmeister zurück. Er tat dies, da sein 62. Geburtstag und damit das Ende seiner aktiven Laufbahn in 2011 liegt und er eine außerordentliche Versammlung vermeiden wollte. Als neuer Ortsbrandmeister wurde der bisherige Stellvertreter Harry Bade von den Aktiven gewählt. Neuer Stellvertreter wurde Frank Wenzel. Neue Kassiererin wurde Svenja Gieseler, da Heiko Holzapfel sein Amt nicht fortführen wollte.
 
Unter der Regie von Harry Bade wurd 2011 das 85 jährige Jubiläum der Feuerwehr mit einem Scheunenfest auf dem Herbst Hof gefeiert.
 
Bedingt durch eine Änderung der Sicherheitsvorschriften von Dieselemissionen wurde die genutzte Fahrzeugbox für das TSF geprüft. Nachzurüsten war eine Abgasabsauganlage. Der zur Verfügung stehende Platz in der Fahrzeugbox würde die notwendigen Verkehrswege, die ohnehin nicht den aktuellen Forderungen der Feuerwehrunfallkasse entsprachen noch weiter einengen. Schleichend waren die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen dazu übergegangen, ihe Einsatzkleidung nicht zu Hause, sondern im Feuerwehrhaus zu lagern. Die Gründe hierfür lagen auf  der Hand. Bei Einsätzen trafen sich die alarmierten Kräfte zur Abfahrt am Feuerwehrhaus. Der direkte Weg dorthin führte aber nicht erst nach Hause, um die Einsatzkleidung zu holen. Die Einsatzkleidung hing also in der Fahrzeugbox neben dem Fahrzeug und damit leider im direkten Gefahrenbereich der herausfahrenden TSF. Das Anziehen der Einsatzkleidung konnte erst erfolgen, wenn das Fahrzeug die Fahrzeugbox verlassen hat. Dazu musste  das Fahrzeug aber erst gestartet werden und erhöhte so die Dieselemissionen an der Einsatzkledung. Die vorab erwähnte Abgasabsauganlage würde sich nach deren Montage direkt vor der Tür zum Gruppenraum befinden und damit den Weg blockieren.
 
Das Betreten des Feuerwehrhauses als Teil des Dorfgemeinschaftshauses erfolgt durch die Kameraden unter Nutzung des Sektionaltores der Fahrzeugbox. Die Benutzung des offiziellen Eingangs über die Tür zum Dorfgemeinschaftshaus wurde als nicht praktikabel angesehen, da mit dem Öffnen der Tür gleichzeitig unversperrter Zugang zum DGH Bereich bestand.
Über welchen Weg sollte der Gruppenraum betreten werden, wenn die Abgasabsauganlage die Tür zwischen Fahrzeugbox und Gruppenraum blockiert?
Im Jahr 2012 erarbeiteten die Kameraden der Feuerwerhr erste Skizzen einer Erweiterung des Feuerwehrhauses. Fokus war dabei die Schaffung einer weiteren Fahrzeugbox, in der ein MTW und die Einsatzkelidung ihren Platz haben würden. Der MTW war Bestandteil des von der Gemeindes verabschiedeten Feuerwehrbedarfplans für den Fall, dass "Bedarf" vorhanden wäre. Obgleich Evestorf den Bedarf hatte, konnte der MTW nicht beauftragt werden, da das TSF nicht abgängig war und ein möglicher Stellplatz für den MTW fehlte. Hinzu kam erschwerend die Aktivenzahl der Ortsfeuerwehr. Es wurde die Dienstbeteiligung über die letzten Jahre bewertet und dabei  die Kameraden aus dem aktiven Dienst genommen, die den Weg zum Monatsdienst nicht mehr fanden. Als Ergebnis hatte die Ortsfeuerwehr plötzlich nur knapp 20 aktive Mitglieder. Das Thema MTW musste herunterpriorisiert werden. Wichtiger war es nun, die Aktivenzahl wieder zu erhöhen und die Erweiterungspläne auf Basis der unzureichenden Alarmverkehrswege zu entwickeln.
 
Zur Mitgliederversammolung 2013 legte Harry Bade das Amt des Ortsbrandmeisters nieder. Nachfolger wurde Harm Kolberg, der seine Bewährungsprobe noch am Abend der Versammlung hatte, als Evestorf nach Bredenbeck zur Bekämpfung eines Brandes gerufen wurde.
Das noch nicht abgeschlossenen Thema FH Erweiterung wurde fortgeschrieben und mit allen ortsansässigen Vereinen, die gleichzeitig dem DG Verein angehörten abgestimmt. Das gemeinsame Ziel aller beteiligten Personen war letzendlich die Erweiterung des Feuerwehrhauses um einen Bereich, der einen Alarmeingang besitzt und die Möglichkeit zum Anlegen der Einsatzkleidung bietet. Die Fahrzeugbox würde freigeräumt werden können und so den Weg zum Gruppenraum erleichtern. Das Dorfgemeinschaftshaus erhielte eine zusätzliche barrierefreie Toilette. Derzeit befinden sich die Pläne zur Prüfung in der Gemeinde Wennigsen.
Durch Beitritt diverser Ortsbürger in  die Aktivengruppe konnte deren Mitgliederzahl konstant über 20 gehalten werden. Die Dienstbeteiligung lag mit im Schnitt 10-13 Personen sehr hoch, so dass der Gruppenraum mitunter zu klein erschien.
 
Im Jahr 2016 erklärte die Feuerwehrunfallkasse den Bestandsschutz für Feuerwehrhäuser, die jünger als Baujahr 1983 sind, für aufgehoben. Dies trifft auf das Evestorfer Feuerwehrhaus zu, welches 1987 erbaut wurde. Damit ist die vorgesehen kleine Erweiterung nicht mehr möglich, es müssen alle Anforderungen an moderne Feuerwehrhäuser erfüllt werden. Es ist abzusehen, dass ein großer Investitionsstau, der sich im Laufe der Jahre in der Gemeinde aufgebaut hat, den geplanten Umbau verzögern wird.
 
 
An dieser Stelle sei ausdrücklich allen Kameraden der Wehren der Gemeinde gedankt, die uns bei der Bewältigung unserer Aufgaben tatkräftig unterstützt haben und mit denen uns eine ausgezeichnete Kameradschaft verbindet.
Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr
(Verfasser des Einsatzgeschehens und der historischen Geschichte unserer Wehr bis vor das 80. Jubiläum ist unser Mitglied Hartmut Falkenberg. Ich habe alles nur abgeschrieben und Internetfähig gemacht. Danke, Hartmut.)


(Letzte Änderung: 2017-02-27 18:53:44)